Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 203 - 28.11.2016

DGB Bensheim wählt neuen Vorstand – Jutta Mussong-Löffler als Vorsitzende einstimmig wiedergewählt

Nicht mehr für den Vorstand kandidiert hatten der langjährige Stellvertretende Vorsitzende Reinhard Smykalla und Beisitzer Jürgen Jojade, der lange Jahre Vorsitzender des DGB Bensheim war. Für die ommenden Jahre hat sich der DGB Bensheim viel vorgenommen: „Unser zentrales Ziel ist,  für gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die Praxis von Leiharbeit müssen beendet werden. Ein erster Schritt wären auch wesentlich höhere Tarifabschlüsse“, so die Gewerkschafter.

Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes konnte Jutta Mussong-Löffler auf zahlreiche  Veranstaltungen und Aktivitäten der vergangenen beiden Jahre verweisen. Im Mittelpunkt standen der Kampf gegen Lohndumping, die Unterstützung des Protests gegen die neoliberalen „Freihandelsabkommen“ TTIP und CETA und der Kampf um Menschenrechte. Aber auch kommunalpolitische Themen wie das geplante Haus am Markt, die Ansiedlung von H&M  und die Aufarbeitung der Geschichte des Kaufhauses Ganz während der NS-Zeit. Groß geschrieben wird beim DGB die internationale Solidarität. Besonders verbunden fühlt man sich  mit den Menschen in Griechenland, die durch die europäische Austeritätspolitik enorm leiden genauso wie  mit  allen demokratischen Kräften in der Türkei. Zur Verfolgung türkischer Journalisten, für die Can Dündar und Erdem Gül (Cumhuriyet) stellvertretend stehen, nahmen die Gewerkschafter an einer zentralen Kundgebung in Bensheim teil. Die Stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Ute Schmitt (Heppenheim) lobte die sehr aktive Arbeit des Ortsverbands, der sich für alle zentralen gewerkschaftlichen Forderungen engagiert einsetzt.

DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) stellte die Schwerpunkte und Ziele der gewerkschaftlichen Arbeit für 2017 vor. Im Mittelpunkt stehen die Themen gute Arbeit, die Stärkung der gesetzlichen Rente, Tarifbindung und Mitbestimmung, handlungsfähiger Staat und Verteilungsgerechtigkeit.  Raupp betonte: „Es gibt in Deutschland Manager, die jeden Tag so viel Geld verdienen wie eine hart arbeitende Krankenschwester in ganzem Jahr. Es gibt in Deutschland Konzerne, die Steueroasen nutzen, um ihre Profite dem Fiskus zu verbergen. Deshalb ist es höchste Zeit für einen grundlegenden politischen Kurswechsel“. Die Wirtschaft haben den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. „Die Menschen und die Umwelt sind wichtiger als die Profitinteressen der Banken und Konzerne“, betonen Mussong-Löffler und Raupp abschließend.


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