Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 204 - 12.12.2016

„Altersarmut ist eine tickende Zeitbombe, die dringend entschärft werden muss“ - DGB Oberzent fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik und eine deutliche Erhöhung des Rentenniveaus.

Mit einer großangelegten Kampagne wollen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften die Rentenpolitik bei der anstehenden Bundestagswahl zum zentralen politischen Thema machen: „Altersarmut ist eine tickende Zeitbombe mit einem enormen sozialen Sprengstoff, die dringend entschärft werden muss. Deshalb brauchen wir einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik. Damit insbesondere die junge Generation nicht zur Generation Altersarmut wird, muss jetzt gegengesteuert werden“.

DGB-Ortsverbandsvorsitzender Lothar Löll unterstrich: „Mit der Absenkung des Rentenniveaus produziert die Politik sehenden Auges Altersarmut, die bis weit in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht“. Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei schon heute absehbar, dass ihre Rente nicht einmal das Niveau der staatlichen Grundsicherung erreichen werde. „Deshalb kommt die DGB-Rentenkampagne genau zum richtigen Zeitpunkt“.

Gewerkschaftssekretär Raupp machte deutlich: „In Deutschland sind 73 Millionen Menschen in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Für die allermeisten ist die gesetzliche Rente die wichtigste und oft auch die einzige Altersversorgung. Wir wollen die gesetzliche Rente stärken, damit auch diejenigen, die heute jung sind, im Alter eine Rente bekommen, von der sie gut leben können. Die Gewerkschaften kämpfen für gute Löhne und für gute Renten - das ist Generationengerechtigkeit. Hungerlöhne und Armutsrenten sind eine Kampfansage an die arbeitenden Menschen“.

Einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit erteilt der DGB Oberzent eine klare und deutliche Absage: „Die Rente mit 67 muss vom Tisch. Das gilt erst recht für die Forderungen der Unternehmerverbände und der CDU, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre und noch darüber hinaus zu erhöhen. Wir wollen, dass ältere Beschäftigte selbstbestimmt, flexibel und zu fairen Bedingungen aus dem Erwerbsleben aussteigen können. Dann werden auch Arbeitsplätze frei für junge Menschen, die dringend Arbeit, Zukunft und Perspektive brauchen“.


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