Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 197 - 17.10.2016
DGB Heppenheim unterstützt Amadeu Antonio Stiftung

Gemeinsam gegen Rechts

Und es wird immer wichtiger, sich deutlich einzusetzen für ein demokratisches Miteinander“, betont Ute Schmitt vom DGB Heppenheim. Wer Zivilcourage zeigt und dafür schnelle und unbürokratische anwaltliche Beratung oder Unterstützung braucht, bekommt sie bei CURA, einem Fonds, den die Amadeu Antonio Stiftung für solche Fälle eingerichtet hat. Und genau dorthin werden die 500 Euro des DGB Heppenheim fließen.

Das Geld stammt aus einer Veranstaltung des DGB Heppenheim mit dem Babenhäuser Pfarrerkabarett in der Hambacher Schloßberghalle. Vor ausverkaufter Halle zeigten die beiden Pfarrer mit Witz und politischem Scharfsinn, wie wichtig Zivilcourage in allen Lebenslagen ist. Das Publikum spendete an diesem Abend nicht nur großzügig für die Arbeitsgruppe Asyl in Heppenheim, sondern auch für den Fonds der Amadeu Antonio Stiftung, die ihre Zentrale zwar in Berlin hat, mittlerweile aber auch ein Büro in Weinheim unterhält. Wenn möglich wird die Summe für Anliegen aus der Region eingesetzt.

Seit ihrer Gründung 1998 setzt sich die Amadeu Antonio Stiftung für Demokratieförderung und die Stärkung der Zivilgesellschaft ein. Dafür unterstützte die Stiftung bereits über 1100 engagierte Projekte und Initiativen, die rechter Ideologie und Gewalt vor Ort Aufklärung, demokratische Teilhabe und Austausch entgegensetzen. Die Partner der Amadeu Antonio Stiftung arbeiten in den Bereichen Jugendhilfe und Schule, Opferschutz, kommunale Netzwerke sowie Engagement für und mit Geflüchteten.

Die Stiftung ist nach Amadeu Antonio benannt, der 1990 von rechtsextremen Jugendlichen in Eberswalde zu Tode geprügelt wurde, weil er schwarz war. Er war eines der ersten von fast 200 Todesopfern rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung. Weitere Informationen unter www.amadeu-antonio-stiftung.de

DGB Bergstraße

Bildunterschrift:

Vor dem alten Rathaus in Heppenheim zeigen Ida Schildhauer vom Unterstützerkreis der Amadeu Antonio Stiftung in Weinheim und Ute Schmitt, Hilde Kille und Franz Beiwinkel vom DGB Heppenheim ihre Kooperation.


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