Deutscher Gewerkschaftsbund

12.09.2017

Zukunft der Rente - Bericht

DGB-Regionssekretär Horst Raupp forderte, die politisch gewollte Absenkung der Renten zu stoppen, die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung zu stärken und das Rentenniveau wieder deutlich zu erhöhen.

„Im Jahr 2000 lag das Netto-Rentenniveau noch bei 53% des letzten Einkommens, jetzt ist es bei 48% angelangt und soll bis 2030 noch weiter bis auf 43% sinken. Diese Entwicklung muss mit aller Kraft der Gewerkschaften gestoppt und umgekehrt werden“, so Horst Raupp. Außerdem müsse der Arbeitsmarkt wieder in Ordnung gebracht werden: „Löhne und Renten müssen in einem reichen Land wie Deutschland für ein gutes Leben reichen. Die Gewerkschaften kämpfen für gute Löhne und gute Renten. Beides gehört zusammen. Das ist Generationengerechtigkeit“.

Jochen Reus und Ernst-Ludwig Laux von der IG BAU stellten die Ergebnisse einer Studie vor, die von ihnen im Auftrag der EU-Kommission erstellt wurde. In der Studie wurden die Rentensysteme von 15 Ländern der EU verglichen.

Betrachtet man die Nachbarländer von Deutschland, so sind dort im Durchschnitt die Renten wesentlich höher, insbesondere gibt es eine bessere Absicherung der Beschäftigten mit niedrigen Einkommen.

„Es ist sehr interessant, einmal über die Grenzen zu schauen, denn gerade Österreich aber auch beispielsweise die Schweiz, Dänemark und die Niederlande haben Rentensysteme entwickelt, die Altersarmut verhindern und den Rentnern ein gutes Leben auch im Alter ermöglichen“, so Jochen Reus.

Gerade das am 7. Juli 2017 von der Bundesregierung beschlossene Betriebsrentenstärkungsgesetz gibt den Gewerkschaften die Möglichkeit, Tarifverträge auch für gute Renten abzuschließen. Darüber wollen die Gewerkschaften in den nächsten Monaten informieren und über die  Umsetzung  für die zukünftigen Tarifverhandlungen beraten.       

„In der Bauwirtschaft und im Bauausbaugewerbe gibt es schon seit 1957 Zusatzversorgungskassen, die von der IG BAU und den Arbeitgeberverbänden zum großen Vorteil für die Beschäftigten paritätisch verwaltet werden. Grundlage sind Tarifverträge, die allgemeinverbindlich sind, somit für alle Betriebe in der Branche Gültigkeit haben und als Anregung für andere Branchen gelten könnten, um somit das neue Betriebsrentengesetz umzusetzen“, so Ernst-Ludwig Laux


Nach oben

Reichtumsuhr Deutschland

ein Projekt des DGB Hessen-Thüringen

Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis